Campus Camp Giessen 2007

Landescamp

Programm
für das landesweite Campus Camp in Gießen vom 4.8-6.8.


Freitag 04.08.

Anreise ab 14Uhr


15 Uhr:

Treffen Landes ASten Konferenz (LAK) in den Räumen des Studierendenparlamentes der Universität Gießen / Jürgen-Dietz-Haus - Otto-Behaghel-Str. 25d.


17 Uhr:

Plenum: Offizielle Begrüßung des landesweiten Camp-Trecks.
Präsentation der bisherigen Ergebnisse, Ist-Stand der Arbeitsvorgänge von Offenbach bis Gießen.


18 Uhr:

Arbeitskreis Mobilisation
Wie lässt sich die Mobilisation der Protestierenden erhöhen?
Strukturen müssen aufgebaut werden, die sicherstellen, dass alle, zumindest theoretisch, zur gleichen Zeit die selben Informationen erhalten können. Flyerverteilpläne, Layout-Pools, Corporate Identity und gemeinsame Masken sind Stichworte auf dem Weg zu einem effizienteren Widerstand. Alle vorhandenen AKs sollten vernetzt werden und deswegen ergeben sich bis September noch viele Notwendigkeiten. Es ist also noch viel zu schaffen bis wir in der Lage sein werden, ein Volksbegehren anzustrengen. Hier könnt ihr mit anpacken!

Arbeitskreis Bildungsperspektiven
Zur Geschichte des emanzipatorischen Bildungsbegriffs:
Unter den Studiengebührengegnern herrscht Einigkeit darüber, dass Bildung mehr als eine Privatinvestition in die berufliche Zukunft darstellt und als öffentliches, frei zugängliches Gut unter allen Umständen bewahrt werden muss. Trotz dieses allgemeinen Konsenses ist bislang nur vereinzelt die Frage gestellt worden, auf welche Weise man den Begriff gegenüber dominierenden Interpretationsansätzen aus Politik, Administration und Wirtschaft neu bestimmen könnte. Um einen Anstoß zur theoretischen Diskussion zu geben, möchten wir einen Einblick in die Entwicklung des emanzipatorischen Bildungsverständnisses vom späten 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart liefern. Hierbei werden wir uns insbesondere mit den Problemen befassen, ob sich Bildung von verwandten Ausdrücken wie Wissen, Kompetenz oder Ausbildung trennen lässt, worin ihre Funktion für die Persönlichkeitsentfaltung des Individuums liegt und inwieweit sie in einem demokratischen Staatswesen von Bedeutung ist.


20 Uhr:

Plenum: Das Gießener Bündnis gegen Studiengebühren, Unterrichtsgarantie Plus, Sozialabbau und für 'Reiche Eltern für alle', bestehend aus Gewerkschaften, SchülerInnen, ASten und anderen Gruppierungen stellt sich vor.

Referenten:
Kaweh Mansoori (Stadtschulsprecher Giessen)(Stadtschülerrat Gießen)
Katharina Horn (stellvertretende Landesschulsprecherin Hessen)Landesschülervertretung
Hessen
Umut Sönmez (HoPo Referent AStA Uni Gießen/ Juso Hochschulgruppe )
Sid Lütgenau (Campus Camp Gießen)


Anschließend:


Abendunterhaltung ! ! !



Samstag 05.08.


10 Uhr:

Vortrag: Die Gewerkschaften stellen sich vor und referieren Ihren Standpunkt gegenüber Studiengebühren.

Referenten:

Sabrina Schelletter, Jugendbildungsreferentin DGB-Jugend Mittelhessen,
Elke Runge, Geschäftsführerin NGG Mittelhessen,
Tom Winhold, ver.di Jugendbildungsreferent, ver.di Hessen
Tjark Sauer, ehrenamtlich für die GEW,
Christoph Müglich, Ortsjugendausschuss der IG Metall Gießen.
Benjamin Pfahls,Arbeitsgemeinschaft für Gewerkschaftliche Fragen
Andreas Schwarz, Arbeitsgemeinschaft für Gewerkschaftliche Fragen



11.00 bis 13.00 Uhr

Workshop der DGB Jugend: Was bedeuten Studiengebühren für den Ausbildungsmarkt unter Berücksichtigung der Situation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund? Wie kann die Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften verbessert werden?

Gäste:

Sholeh Sharifi, (Integrationsbeauftragte der Stadt Giessen)
Vertreter des Ausländerbeirats Giessen

Referenten:

Benjamin Pfahls, Arbeitsgemeinschaft für Gewerkschaftliche Fragen
Andreas Schwarz, Arbeitsgemeinschaft für Gewerkschaftliche Fragen


13:00 Uhr:

Mittagsessen


14 Uhr:

Plenum: Vorstellung der Zwischenergebnisse, Ausblick und Planung


15 Uhr:

Arbeitskreis Schule

Schülerinnen und Schüler sind von der Einführung allgemeiner Studiengebühren am härtesten betroffen. Wollen Sie später einmal studieren, zahlen Sie komplett, streben Sie einen Ausbildungsplatz an, sehen Sie sich mit einer sich verstärkenden Konkurrenz durch lehrstellensuchende Abiturienten konfrontiert, und das bei einer sich allgemein verknappenden Lehrstellensituation. Großes Protestpotential also, das richtig angesprochen und aktiviert werden will. Die Frage nach dem Wie soll hier diskutiert und Antworten sollen erarbeitet werden.

Referenten:

Kaweh Mansoori (Stadtschulsprecher Giessen)
Katharina Horn (stellvertretende Landesschulsprecherin Hessen)
SSR Gießen (Stadt Schüler Rat)
Elternbeirat Gießen

Arbeitskreis: ProtestKulturTage und Woche der Dezentralen Aktionskunst

Im hessischen Landtag werden vom 12. bis zum 14. September die ersten Plenarsitzungen nach der Sommerpause stattfinden.
Unter anderem soll der Entwurf des 'Studienbeitragsgesetzes' der CDU-Fraktion dann in die zweite Lesung gehen. Es besteht durchaus die Gefahr, dass es zur Abstimmung und Verabschiedung dieses Entwurfs in einer dritten Lesung kommen kann. Der/die genaue/ren Lesungstermin/e für dieses Gesetz wird/werden erst Anfang September bekannt gegeben. Da es zu spät wäre, erst dann anzufangen etwas zu organisieren, haben sich Studierende aus mehreren hessischen Hochschulen zusammengeschlossen, um zu verschiedenen Protestaktionen vor und während der Lesung nach Wiesbaden zu mobilisieren. Da wir uns bereits in der vorlesungsfreien Zeit befinden, sind viele Studierende nicht an ihren Hochschulen anzutreffen und somit nur schwer zu erreichen. Gleichzeitig bleibt uns mehr Zeit für Reflexion und Organisation, sodass wir an neuen Konzepten arbeiten können und uns kritisch mit den vergangenen Protestformen auseinandersetzen können.
04. - 08.09. Woche der Dezentralen Aktionskunst
11. - 14.09. 'ProtestKulturTage' in Wiesbaden:

Wir sind dabei, ein umfangreiches informatives-, kulturelles und aktionistisches Programm auf die Beine zu stellen.
Am Montag, dem 11.09., beginnt bereits das Protest-Camping auf dem Campus der Fachhochschule [FH] Wiesbaden (AStA FH Wiesbaden).
Am Dienstag, dem 12.09., wird es dann zum offiziellen Auftakt der 'ProtestKulturTage' eine Großdemonstration geben! StraßenkünstlerInnen und -musikerInnen sollen PassantInnen anziehen und mal auf ganz andere Weise auf unser Anliegen aufmerksam machen. Flyer werden verteilt und an der FH wird eine Pressekonferenz stattfinden.
Am Dienstag- und Mittwochabend soll es Partys und Konzerte geben. Wir suchen hier noch mehr Kontakte und Mithilfe bei der Suche nach Bands/Girlbands und KünstlerInnen, sowie der Organisation der Technik und mehr. Am Donnerstag stehen inhaltliche Diskussionen, Reflexion und Analyse im Mittelpunkt, nicht zuletzt um Perspektiven zu eröffnen, wie es weitergehen wird.


17 Uhr :

Workshop: Demoverhalten

Wie verhalte ich mich auf einer Demo? Welche Lehren sind aus dem bisherigen Verlauf der Proteste zu ziehen, und wie lassen sich Fehler vermeiden? Dieser Workshop will Antworten geben und helfen, Fehler zu vermeiden.

Workshop: Vorratsdatenspeicherung

Wer weiß was wann über wen? Eine Frage, die sich angesichts immer neuer technischer Verfahren zur Datensicherung und Datenauswertung heutzutage nur schwer beantworten lässt. Dieser Workshop will aufklären, mit urbanen Legenden aufräumen und Handlungskompetenz im Umgang mit den eigenen Daten erzeugen.

Dozent:

Axel Rosenski, (Campus Camp Gießen)


19 Uhr :

Plenum: Vorstellung der Ergebnisse, freie Diskussion


Anschließend:


Abendunterhaltung


Sonntag 06.08


10 Uhr

Arbeitskreis: Volksbegehren

Ein einmal Gesetz gewordener Unsinn kann auch wieder abgeschafft werden, und zwar vom einzigen Souverän, dem Volk. Damit dieses aber Gelegenheit zur Willensbekundung erhält, muss eine Menge Arbeit geleistet werden ! Wir fragen uns welche das ist, und wie sie sich konkret organisieren lässt.

Arbeitskreis: Mobilisation

Wir treffen uns erneut, um das Erreichte zu reflektieren, Verabredungen zu treffen, und eventuell aktuell erreichte Vernetzungen vorzustellen



Arbeitskreis: Gebührenboykott

Ob sich die Einführung allgemeiner Studiengebühren auf Gesetzesebene verhindern lässt, ist aufgrund der absoluten CDU-Mehrheit in Hessen mehr als fraglich. Um so wichtiger ist es daher, schon jetzt Konzepte zur Fortführung des Protestes nach einer Verabschiedung des Gesetzes zu entwickeln.
Die kollektive Zahlungsverweigerung ist dabei, eine breite Beteiligung vorausgesetzt, ein sehr effektives Mittel (auch wenn nicht das einzige). Welches Präsidium könnte die Exmatrikulation von beispielsweise ¼ aller Studierenden oder mehr politisch verantworten?
In Hamburg und BAWÜ wurden 2003 schon Boykottkampagnen gegen die Verwaltungsgebühren gestartet, deren Konzeption sich auch auf allgemeine Studiengebühren übertragen ließe, wie es z.B. in HH bereits für das Sommersemester 2007 geplant ist.
In Hessen liegt der Zahltag zwar noch in weiter Ferne - die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Boykott müssen jedoch erst geschaffen werden: eine landesweite Struktur aufbauen, die Studierenden informieren, Vernetzung mit Boykottkampagnen in anderen Bundesländern.
Ziel des kommenden Treffens ist es, VertreterInnen möglichst vieler hessischer Hochschulen zusammenzubringen, konzeptionelle und praktische Fragen zu diskutieren und das weitere Vorgehen im Wintersemester zu planen.


12:30:

Mittagessen


14 Uhr:

Plenum: Verabredungen für die Zukunft, Reflektion, Vorstellung der Ergebnisse, Verabschiedung


16 Uhr:

Seminar: 'Wir lesen Livius'. Ähnlichkeiten der Manifestation der Volkssouveränität in der Antike und Heute.
Wer ein bisschen Livius liest und danach auf eine Demo geht, der kommt nicht umhin, gewisse Ähnlichkeiten festzustellen. Diesen wollen wir auf den Grund gehen!

Dozent:

Alexander Patrick Vasil (Campus Camp Gießen)


17 Uhr:

Praxis-Modul: Wir wenden an, was wir uns im vorangegangenen Seminar erarbeitet haben. Je nach Wetter lustiges Geländespiel oder grüner Tisch.

Abreise